Pressemitteilung: Landwirtschaftsminister Meyer besucht neuen Ökobetrieb in der Krummhörn

Auf Einladung des Bundestagskandidaten der Grünen im Wahlkreis Aurich-Emden, Garrelt Agena, besuchte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer den landwirtschaftlichen Betrieb von Harald Dirks in Krummhörn-Campen. Der Landwirt hatte sich jüngst dazu entschlossen, seinen 400 ha großen Ackerbaubetrieb auf ökologischen Landbau umzustellen.  

 

Am Freitag nahm sich Meyer über zwei Stunden Zeit, um sich von Dirks über den Umstellungsprozess informieren zu lassen. Rund weitere 20 Landwirte, darunter auch Agena, diskutierten mit Meyer über Chancen, Probleme und Risiken die sich für umstellungsinteressierte Landwirtinnen und Landwirte ergeben. Die Umstellung eines landwirtschaftlichen Betriebes erfordere eine große Bereitschaft vom Landwirt, sich mit neuen Produktionstechniken auseinander zu setzen. Gleichzeitig müsse man sich intensiver mit der Vermarktung seiner Erzeugnisse beschäftigen. Im Ökologischen Landbau ist der Verzicht auf Pestizide und künstlichen Dünger sowie weitere Umweltauflagen vorgegeben. „Wir sind diesen Schritt bereits 1988 gegangen und haben es nicht bereut. Wir wirtschaften gewinnbringend und enkeltauglich“, so der grüne Bundestagskandidat Garrelt Agena, der sich über den Mut seines Berufskollegen Harald Dirks sichtlich erfreut zeigte. Agena hatte seinen rund 195 ha großen Bioland-Betrieb in der Gemeinde Krummhörn erst im vergangenen Jahr in jüngere Hände gelegt.

 

Landwirtschaftsminister Christian Meyer bedankte sich herzlich bei Gastgeber, Initiator und dessen angereisten Berufskollegen für ein informatives Treffen und konnte selbst auf viele Erfolge seiner Politik verweisen: Niedersachsen hatte nach jahrelangem Stillstand im Biobereich unter der rot-grünen Landesregierung die Prämien für auf Ökolandbau umsteigende Landwirte deutlich angehoben. „Nach jahrelanger Durststrecke holen wir in Niedersachsen unter Rot-Grün beim Ökologischen Landbau endlich auf. Nun gehören wir bei der Förderung zu den Spitzenreitern unter den Bundesländern!“, zeigte sich Meyer zufrieden und führte weiter aus: „Auch die Forschung im Biobereich haben wir als Land gestärkt und arbeiten gemeinsam mit dem Handel und den Öko-Anbauverbänden daran, Bio noch weiter nach vorne zu bringen.“

 

„Bei Bioeiern und Bioobst sind wir schon bundesweite Spitzenreiter. Auch bei Biomilch kommt durch die neue Biomolkerei der Ammerländer Genossenschaft endlich auch hier mehr Bioerzeugung aus der Region“, sagte Meyer und bedauerte im Gespräch mit weiteren umstellungswilligen Landwirten, dass andere Molkereien bislang noch nicht auf eine Biosparte setzen.

 „Bio boomt! Immer mehr Verbraucher wollen Bio aus der Region, aber es kommen viele Bioprodukte aus dem Ausland, gerade im Futtermittelbereich. Hier setzen wir mit unserem Bioaktionsplan zur Unterstützung heimischer Landwirte an, um Marktanteile zurück zu gewinnen“, erläuterte Meyer und sagte weiter: „Dass jetzt in Krummhörn eine so große Fläche auf Bio umgestellt wird, freut mich sehr!“

 

Der Betrieb von Harald Dirks soll vor allem Futterbau für die stetig wachsende Branche der Biolegennenhaltung produzieren. „Jedes zweite Bioei kommt mittlerweile aus Niedersachsen. Dank der regen Verbrauchernachfrage nach Bioeiern haben wir immer mehr Legehennenbetriebe mit Biohaltung in Niedersachsen. Und die brauchen Biofutter möglichst aus der Region“, führte Christian Meyer aus und verwies auf das hohe Nachfragepotential.

„Ich freue mich sehr, dass unsere Bemühungen Früchte tragen und die Agrarwende auch in der ostfriesischen Marsch vorangeht!“, so Meyer.

Die grüne Agrarwende soll zu einer ökologischeren Ausrichtung der Landwirtschaft führen. Man erwartet, damit dem dramatischen Verlust der Artenvielfalt Einhalt zu gebieten und Landwirtinnen und Landwirten ein auskömmliches Einkommen zu sichern.

Das Foto zeigt (v.l.n.r.): Bundestagskandidat Garrelt Agena, Landwirtschaftsminister Christian Meyer und Harald Dirks.