Christian Meyer in Aurich beim Panzergraben und auf dem Meedehof

Am 3. September besuchte Landwirtschaftsminister Christian Meyer den Sandhorster Wald. Von den Mitgliedern des OV Aurich war ein Rundgang entlang des kurz vor Kriegsende ausgehobenen Panzergrabens organisiert worden. KZ-Häftlinge aus dem Lager Engerhafe waren unter unmenschlichen Bedingungen von ihren deutschen Bewachern zu dieser Arbeit gezwungen worden. Viele von ihnen starben an Krankheiten, vor Entkräftung oder wurden von den deutschen Bewachern getötet.

Eine Gedenktafel am Parkplatz informiert über die Hintergründe dieses dunklen Kapitels. Unsere Auricher Freunde setzen sich für den Ausbau eines Gedenkpfades entlang der rund 600 m langen Strecke ein. Sie erhoffen sich von Minister Meyer Unterstützung, die dieser natürlich auch zusagte. Meyer selber berichtete von eigenen Erfahrungen von dem Umgang mit der Nazi-Vergangenheit  in seiner Heimatstadt und betonte die Bedeutung der solcher Stätten für die Erinnerung. Danke an Gunnar und alle anderen vom OV Aurich, die die Führung vorbereitet und teilgenommen haben.

Im Anschluss fand ein Besuch auf dem Bioland-Hof von Familie Müller in Engerhafe statt. Junior Chef Benjamin Müller führte  den Gast durch den neu erbauten Stall. Die kürzlich geborenen Kälber auf der Weide wurden ebenso angesehen wie die Freilandhühner. Insgesamt werden 120 Milchkühe zuzüglich Nachzucht sowie 1100 Legehennen auf dem Betrieb gehalten. Die Bioland-Richtlinien garantieren die Artgerechtigkeit der Haltung. Überwiegend wird betriebseigenes Futter eingesetzt. Auf den Einsatz von Antibiotika wird verzichtet. In seiner Ansprache ging Meyer auf verschiedene Aspekte während der vergangenen Landtagswahlperiode ein. Wir wollen dass diese erfolgreiche Arbeit fortgesetzt wird. Wir wollen auch in Berlin dafür sorgen, dass unsere Ziele auch in Berlin durch unseren Einfluss nach der Bundestagswahl erreicht werden. Exemplarisch dafür steht das Verbot von Glyphosat  und von Neonicotinoiden. Diese und auch viele andere Pestizide tragen entscheidend zum Artensterben bei. Wir tragen große Verantwortung für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen. Der Ökolandbau muss wachsen, damit wir hier eine Kehrtwende schaffen. Danke an Familie Müller und an den OV Brookmerland-Hinte-Südbrookmerland für die tolle Organisation dieser Veranstaltung. Viele interessierte Besucher blieben auch nach der Abreise von Christian Meyer auf dem Hof und ließen sich informieren und genossen bei schönstem Sommerwetter die Atmosphäre des Hofes.