Podiumsdiskussion mit Oberstufenschüler*innen an der IGS West in Aurich

Interessierte Oberstufenschüler der IGS West in Aurich löcherten meine Kollegen von CDU, SPD und Linken und mich gestern auf einer Podiumsdiskussion im Forum der IGS im Rahmen ihrer Politik Leistungskurse.

Der Fokus lag auf drei Themenschwerpunkten: Internationale Politik, Schul- und Bildungspolitik und Flüchtlingspolitik. Die Fragen hatten die Schüler im Unterricht ausgearbeitet. Wir hatten Gelegenheit,  jeweils im 2-Minuten-Takt unsere Standpunkte deutlich zu machen.  Zwei Schulstunden ging es reihum über Bundeswehreinsätze, Rüstungsexporte, Rechte Tendenzen in der Bundeswehr, Sprachunterricht für Flüchtlinge, Bekämpfung von Fluchtursachen, Entwicklungshilfe, Investitionen in die Bildung, das Kooperationsverbot und Privatschulen. Zum Schluss gab es eine offenen Fragerunde. Das bedingungslose Grundeinkommen, welches unter anderem auch von der Grünen Jugend befürwortet wird, stieß auf zustimmende Zurückhaltung, am wenigsten wohl bei unserem Kollegen von der CDU. Ich finde es wichtig, dass es jetzt verschiedene Modellversuche dazu gibt. Außerdem finde ich es wichtig, dass Menschen, die auf soziale Leistungen angewiesen sind, nicht als Bittsteller oder Almosenempfänger behandelt werden und es keine Stigmatisierung gibt. Außerdem würde wir uns viel Bürokratie und Verwaltungsarbeit ersparen. Letztlich ist das Grundeinkommen ja die Summe all der Leistungen, die es auch heute schon gibt. Nur müssen sie eben aufwendig und bürokratisch beantragt, geprüft und bewilligt werden.

Ich hoffe, wir konnten den Schülern, die überwiegend jetzt zum ersten Mal wählen können, genug Motivation zum Urnengang vermitteln. Bei allen Unterschieden zwischen den Kandidaten gab es keine unüberbrückbare Differenzen. Die Diskussion war sachlich und freundlich.

Danke an alle Schülerinnen und Schüler des 12. und 13. Jahrgangs der IGS West, den beiden Diskussionsleiter*innen sowie den beteiligten Lehrer*innen.

Eine Veranstaltung die man eigentlich an allen Schulen durchführen müsste, auch in der Zeit zwischen den Wahlen.